Theorien

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Donnerstag, 22. Oktober 2015

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Für diejenigen, die den Reinkarnationsgedanken im Prinzip akzeptieren können, bleibt eine gedankliche Hürde:
Wie kann es sein, dass eine Persönlichkeitsstruktur nach dem Tod erhalten bleibt und sogar in einen neuen Körper einzieht?
Dazu müsste die damit verbundene Information ohne Bindung an die Materie des Gehirns existieren können.
So etwas erscheint uns nach “gesundem Menschenverstand” nicht möglich zu sein. Es gibt keinen “Wirkmechanismus”, der so etwas “erlauben” würde.

Daher gibt es zahlreiche Versuche, eine Theorie aufzustellen, die dieses und andere Probleme löst.
Das Wesen dieser Theorien besteht darin, durch Erweiterung (Extrapolation) bekannter Naturprinzipien oder in Analogie zu bekannten Naturgesetzen einen Anknüpfungspunkt an Bekanntes zu schaffen.

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Um es gleich zu sagen: Kein Theorieansatz hat sich bisher einen breiten Anhängerkreis erobern können. Das stellt einen entscheidenden Hemmschuh für die Fortentwicklung des Wissensgebiets der Überlebensforschung dar. Es ist nicht absehbar, ob und gegebenenfalls wann hier ein Durchbruch gelingen könnte. Die Aufgabe ist extrem schwierig und es werden kaum öffentliche Gelder zur Verfügung gestellt. Daher macht es keinen Sinn, auf diesen Seiten in dieses Thema “tiefer einzusteigen”. Es seien nur einzelne Ansätze erwähnt und einige Literaturhinweise gegeben.

Einen guten Überblick über die verschiedenen Lösungsversuche findet man im Buch von Frau Dr. Lier (Lier 2010) und in einem Aufsatz von Prof. Carr, Mathematiker an der Universität in London und Vizepräsident der SPR (Carr 2008).

Schon Albert Einstein und viele Nachfolger versuchten – bisher ohne Ergebnis – die Relativitäts- und Quantentheorie in eine einheitliche Theorie zusammenzuführen. Mit solch einer “Weltformel” verbindet sich die Hoffnung, nicht nur das bisher Bekannte „aus einem Guss“ erklären zu können, sondern auch bisher unbekannte Zusammenhänge – quasi als Extrapolationen – aufzudecken und sinnvolle Lösungen für noch ungelöste Fragen auf dieser Basis ableiten zu können. Die Mathematik höherdimensionaler Räume erlaubt es, Psi-Phänomene in die Theorie zu integrieren.

Der einheitliche Lösungsansatz, der den etablierten Naturwissenschaften am nächsten steht, firmiert unter dem Begriff „String- oder M-Theorie“ (Lier 2010, Kap. 2.6.3). Danach sind die kleinsten Bausteine unserer Welt subatomare, winzige Saiten (engl. strings) oder Membranen, die durch ihr Schwingen in einer elfdimensionalen Raumzeit sowohl die bekannten Elementarteilchen, als auch alle Grundkräfte der Physik einschließlich der Schwerkraft hervorbringen. Da auch die Dimension der Länge als gequantelt betrachtet wird, ergibt sich daraus, dass der Kosmos nicht in einem Urknall aus einer Singularität (unendliche Größe, entstanden durch eine Division durch Null, winzigen Punkt) entstanden wäre. Es wird diskutiert, ob das Universum schon vor dem Zeitpunkt bestand, zu dem wir heute den Urknall datieren. Es wird von Paralleluniversen gesprochen.
Die Theorie wurde als mathematisches Konstrukt entworfen. Das Prinzip, auf dem sie beruht, ist noch unbekannt. Die Gleichungssysteme sind so kompliziert, dass sie bisher nicht ohne Näherungsverfahren gelöst werden konnten. Die Grundkonstanten der Physik ließen sich daraus noch nicht ableiten. Experimentelle Bestätigungen gibt es nicht. Die String/M-Theorie ist also keine sichere Basis, um paranormale Phänomene erklären zu können.

Ein weiterer Lösungsansatz für eine einheitliche Theorie, aus der sich die Quanten- und Relativitätstheorie als Spezialfälle ableiten lassen, ist die strukturelle Quantenfeldtheorie der Materie und der Gravitation nach Burkhard Heim (1925 - 2001) (Heim 1996 u, 2006; Lier 2010, Kap. 2.6.4, 2.7.5). Sie beinhaltet eine geometrische Beschreibung sämtlicher Kräfte der Physik und eine Formel zur Ableitung der Massen der Elementarteilchen, die experimentell bestätigt werden konnte. Physikalische Vorgänge werden auf geometrische Eigenschaften des Raumes zurückgeführt. Es wird ein zwölfdimensionaler Raum angenommen. Statt gequantelter Längen gibt es hier gequantelte Flächen. Auch hier gibt es keinen Urknall als Beginn des Universums. Quantenphysikalische Ereignisse, die rein zufällig stattzufinden scheinen, werden durch die 5. und 6. Dimension bestimmt.
Die Mathematik dieser Theorie ist nicht voll durchgearbeitet und so kompliziert, dass ein hochqualifizierter Theoretiker jahrelang daran arbeiten müsste. Es hat sich bisher kein solcher gefunden, insbesondere weil die Theorie Annahmen beinhaltet, die heutigen Naturwissenschaftern fern liegen. Somit ist auch hier (noch?) keine theoretische Basis für eine Paranormologie gefunden worden.

Einen Ansatz in Analogie oder Fortführung der Quantentheorie findet man bei Wallach (Wallach 2004).

Weitere Ansätze seien nur noch erwähnt:

Dr. Klaus Volkamer entwickelte eine Theorie “bottom-up” von Anomalien ausgehend, die er bei Wiegeexperimenten in geschlossenen physikalischen Systemen entdeckte (Volkamer 2007 u. 2008).

Ein universelles Weltmodell bietet der Quantenphysiker Dr. Michael König (geb. 1957) auf der Basis der „komplexen Relativitätstheorie“ des französischen Physikers Jean Émile Charon (1920 - 1998) und der Quantenfeldtheorie des schon erwähnten Burkhard Heim an (König 2010).

Ganz ohne höhere Dimensionen kommt Prof. Markolf Niemz aus, um metaphysische Begriffe wie Seele oder Jenseits mit der modernen Physik in Einklang zu bringen. Er bietet eine intuitiv recht eingängige Erklärung für die Vorgänge beim Sterbeprozess, wie er in Nah-Todeserlebnissen geschildert wird. Der Physiker und Lehrstuhlinhaber für Medizintechnik an der Universität Heidelberg postuliert als Axiom, dass es eine immaterielle Seele gibt, die sich mit dem Tod vom Körper löst und auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt wird. Von dieser nicht beweisbaren Annahme (Axiom) ausgehend wendet er die Gesetze der speziellen Relativitäts- und der Quantentheorie an und kommt damit zu dem Ergebnis, dass die Erlebnisse der Nah-Todeskandidaten erklärbar werden (Niemz 2006).

Literatur:

Carr, Bernhard (2008) Worlds Apart? Can Psychical Research Bridge the Gulf Between Matter and Mind?, Proceedings of the Society for Psychical Research, Vol. 59, Part 221, London, ISSN: 0081-1475

Heim, Burkhard; Dröscher, Walter, erklärt von Ludwig, Wolfgang (1996) Die erweiterte einheitliche Quantenfeld-Theorie als Grundlage der Quantenmedizin, http://www.rodiehr.de/g_01_heim_droescher.htm und http://www.rodiehr.de/a26/a_26_tk_1993_ii_2_heim_interview.htm und auch
www.heim-theory.com
Heim, Burkhard (2006) Das neue Weltbild des Physikers/ unsterblich in der 6-dimensionalen Welt, Komplett-Media, München, ISBN: 3-8312-0345-8

König, Michael (2010) Das Urwort/ Die Physik Gottes, Scorpio-Verlag, Berlin, München, ISBN: 978-3-942166-11-9

Lier, Gerda (2010) Das Unsterblichkeitsproblem / Grundannahmen und Voraussetzungen, V&R unipress, Göttingen, ISBN: 978-3-89971-764-8

Niemz, Markolf H. (2006) Lucy mit c / Mit Lichtgeschwindigkeit ins Jenseits / Leben nach dem Tod / neue wissenschaftliche Indizien, BoD, Norderstedt, ISBN: 3-8334-3739-1

Volkamer, Klaus (2007) Feinstoffliche Erweiterung der Naturwissenschaften",Weißensee Verlag, Berlin, ISBN: 3-89998-073-8
Volkamer, Klaus (2008) Feinstoffliche Erweiterung der Naturwissenschaften",Weißensee Verlag, Berlin, Kurzfassung von oben mit Ergänzungen, ISBN: 3-89998-122-3

Walach, Harald (2004): Generalisierte Quantentheorie (Weak Quantum Theory): Eine theoretische Basis zum Verständnis transpersonaler Phänomene. In: Belschner, W., Hofmann, L., Walach, H. (Hrsg.): Auf dem Weg zu einer Psychologie des Bewusstseins. Bibliotheks- und Informationssystem der Universität Oldenburg, 13-46. ISBN: 3814208897