Beispiele

letzte Aktualisierung
Donnerstag, 22. Oktober 2015

Anzahl Seitenzugriffe
reinkarnation.de

 

wiedergeburt.org

 

Ursprung dieser Seiten:
 www.reinkarnation.de

Web Design

Für die Erscheinungstypen 1 bis 5 (s. u.) wollen wir hier Beispiele anführen. Nummer 6 und 7 betreffen nur Erscheinungen Lebender. Man spricht dann von „Bilokation“ in einer außerkörperlichen Erfahrungen (engl. OBE (Out of the body experience). Sie können keine Hinweise auf das Überleben des Todes liefern, sondern nur darauf hinweisen, dass sich ein Teil des Menschen (die Seele?) vom Körper trennen könnte, wie es für den Todesfall auch vermutet wird. Mit Typ 8 will ich Beispiele zeigen, die mir von Korrespondenten geschildert wurden, denen ich vertraue.

Typen:

  1. An eine Krisis gekoppelte Erscheinungen, d. h. solche, die z. B. kurz nach dem Tod wahrgenommen werden
    Beispiel 1, Beispiel 2, Beispiel 3, Beispiel 10
  2. Kollektiv, also von mehr als einer Person wahrgenommene Erscheinungen
    Beispiel 8, Beispiel 10, Beispiel unter ITK
  3. Erscheinungen Verstorbener, die meist an eine lebende Person gebunden sind und kürzer oder länger nach dem Tod auftreten
    Beispiel 4, Beispiel 5, Beispiel 8, Beispiel unter ITK
  4. Spukhafte Erscheinungen (Gespenster), die meist an einen Ort gebunden sind und über längere Zeit mehrfach beobachtet werden
    Beispiel 7
  5. Erscheinungen von Tieren oder Tiere, die eine Erscheinung wahrzunehmen scheinen
    Beispiel 3, Beispiel 6
  6. Erscheinungen noch lebender Personen - ohne Beispiel
  7. Reziproke Erscheinungen: Eine Sonderform von Nr. 6, in der auch der Erscheinende Information über den Beobachter erhält - ohne Beispiel
  8. Beliebige Arten von Erscheinungen, die mir Korrespondenten aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz geschildert haben.
    Beispiel 11
p1

1. Der Major fällt im Krieg und zeigt sich danach seinem befreundeten Kameraden

Der Fall wurde Myers und Gurney, zwei Gründervätern der englischen parapsychologischen Gesellschaft (SPR), von einem gemeinsamen guten Bekannten, einem Oberst, der seinen Namen nicht in den Proceedings der SPR lesen wollte, erzählt und verdient daher eine gewisse Glaubwürdigkeit.

Der Oberst war erst gegen 1 Uhr in der Nacht in London zu Bett gegangen und erwachte ein paar Stunden später am 29. Januar ganz plötzlich. Die Dämmerung zog schon herauf, so dass er seinen Kleiderschrank sehen konnte. Da stand nun überraschend eine Figur an seinem Bett und vor dem Kleiderschrank. Er erkannte die Person sofort. Es war sein befreundeter Offizierskollege Major Poole, den er schon seit 20 Jahren kannte. Vor 1 ½ Jahren hatte er ihn das letzte Mal gesehen. Der Major von der Royal Artillery war 1881 in den ersten Burenkrieg nach Transvaal in  Südafrika gezogen.

Die Erscheinung hatte eine Khakiuniform an mit einem weißen Helm. Quer über seiner Schulter hing ein Lederriemen. Am Gürtel aus gleichem Material um seinen Bauch hingen sein Schwert und sein Revolver. Sein Gesicht war blass, aber seine schwarzen Augen strahlten lebendig. Der Major trug einen Bart, den der Oberst noch nie an ihm gesehen hatte. Die Erscheinung war so lebensecht, dass der Oberst selbst glaubte, er sei in der Kaserne und befürchtete, der Major könne zu spät zur Parade gekommen sein. Auf seine diesbezügliche Frage erhielt er die Antwort:

„Ich wurde erschossen“.

„Erschossen?“ rief der Oberst erschrocken. „Um Gottes Willen, wie und wo?“

„Durch die Lunge“, kam die Antwort und dabei deutete der Major auf seine rechte Lunge.

„Was hast Du getan?“ fragte der Oberst.

„Der General hat mich vorangeschickt“ antwortete die Gestalt des Majors und löste sich anschließend auf.

Der Oberst rieb sich die Augen, um zu merken, ob er nicht träumte und sprang nun aus dem Bett. Er hatte das sichere Gefühl, dass es seinen alten Kameraden nicht mehr gab. Obwohl er ursprünglich nicht an Geister glaubte, stand für ihn nun fest, dass er den Geist seines Freundes gesehen und mit ihm gesprochen hatte.

Der Oberst konnte es nun kaum noch erwarten, am Morgen die Zeitung zu lesen, um zu sehen, ob es eine Nachricht über das Kriegsgeschehen in Südafrika gab. Erst am nächsten Tag stand etwas über die Schlacht bei Laing’s Neck in der Zeitung: Die Tageszeit, zu der der Kampf ausgefochten wurde und es war auch der Name Major Poole unter den Gefallenen vermerkt. Der Oberst rechnete die Zeit um und fand, dass die Figur des Majors etwa zum Zeitpunkt der Schlacht erschienen war.

Überlebende der Schlacht bestätigten später:

  • Die Khakiuniform
  • Die beiden Lederteile über der Brust bzw. dem Bauch und den weißen Helm
  • Den Bart, den sich der Major hatte neuerlich wachsen lassen
  • Den Ort des tödlichen Lungenschusses
  • Dass der Major beim Vorstürmen erschossen worden war.

Von der neuerdings eingeführten Uniform wusste der Oberst vermutlich nichts. Dass ein Major im Sturm vorgeschickt wird, war außergewöhnlich. Der Autor Fontana schätzte die Wahrscheinlichkeit dafür grob ab, dass die Übereinstimmungen rein zufälliger Natur sind und kam zum Ergebnis 3840 : 1 gegen den Zufall.
                                                                                                                                                                           zurück zum Seitenanfang

Quelle (und Link zu Literaturseiten):
Fontana, David (2005) Is there an Afterlife?/ A Comprehensive Overview of the Evidence, O-Books, Ropley, Hants, UK, S. 45-52, ISBN: 1-903816-90-4

pdf-logo1
pdf_Text

2. Die Freundin des tödlich verunglückten Ryan

Der Autorin dieser Geschichte, Geri Wiitala, war in ihrem Seminarvortrag eine Frau mittleren Alters aufgefallen, weil sie immer zustimmend nickte. Am Ende des Vortrags kam diese Frau auf Fr. Wiitala zu und berichtete ihr folgendes:

Es ginge um ihren Bruder mit dessen Frau - beide Atheisten - und deren 4-jährigen Sohn Ryan. Die Mutter wollte Ryan mit dem Auto zu Nachbarn fahren. Der Vater schaute aus dem Fenster, um zum Abschied zu winken und musste mit ansehen, wie Ryan aus der Hecktüre des zurückstoßenden Autos sprang und dabei von seiner Mutter tödlich überfahren wurde. Damals waren Sicherheitsgurte noch nicht vorgeschrieben.

Zwei Wochen nach dem Unglück saß der Vater mal wieder in tiefer Trauer im Wohnzimmer und schluchzte vor sich hin, als er unvermittelt einen Summton hörte und daher aufschaute. Er sah eine Art Trichter aus der Decke kommen. Aus dem Trichter fiel sein Sohn Ryan zusammen mit einem kleinen Mädchen, das er nicht kannte.

Der Vater schrie: „Ryan, Ryan, ich kann es nicht glauben, bist Du es?“ Er erhielt die Antwort: „Ich wurde geschickt, um dir zu sagen, dass es mir gut geht und dass ich mit Kelli, meiner Freundin, zusammen bin.“ Der Vater wollte nun wissen, warum sein Sohn sterben musste und sagte, er wünschte er hätte das Auto anstelle seiner Frau gefahren, weil er dann die Schuld zu tragen hätte und psychisch stärker als sie ist. Ryan antwortete, er wisse nicht, warum er sterben musste. Er sei aber „ok“ und seine Mutter werde sich als die Stärkere der beiden erweisen. „Ich muss nun gehen“, sagte er noch, „aber mach dir keine Sorgen, denn ich bin mit meiner Freundin Kelli zusammen und ich bin glücklich“. Danach stiegen die Gestalten wieder in den Trichter zurück und verschwanden.

Der Vater erzählte den anderen Familienmitgliedern von seinem seltsamen Erlebnis. Insbesondere der Mutter brachte dies eine seelische Erleichterung, so dass sie sich gut von dem Trauma erholte. Alle fragten sich, wer wohl diese Kelli sein könnte, doch niemand hatte eine Antwort.

Einige Wochen nach der Erscheinung klopften ein fremder Mann und eine fremde Frau bei Ryans Eltern an. „Wir sind gerade hierher gezogen und haben über Ihren Sohn erfahren“, sagten die beiden. „Wir sind auch Eltern, die ein Kind verloren haben. Wir würden sie gerne zu uns zum Kaffee einladen“.

Ryans Eltern hatten sich nach ihrem Schicksalsschlag sehr zurückgezogen. Aber sie stimmten nach anfänglichem Zögern der Einladung zu.

Als Ryans Vater ins Wohnzimmer der neuen Nachbarn kam, erschrak er. Er deutete auf ein großes Bild und schrie: „Mein Gott, das ist ja Kelli“. Die Gastgeber waren verblüfft und wollten wissen, woher der Vater ihre vor 3 Jahren verstorbene Tochter kannte. Schließlich waren sie erst kürzlich hierher gezogen und kannten sich vorher untereinander nicht.

So erzählte der Vater von seinem Erlebnis und die Frage, wer Kelli sei, war geklärt.                                               zurück zum Seitenanfang

Quelle (und Link zu Literaturseiten):
Arcangel, Dianne (2005) Afterlife Encounters / Ordinary People, Extraordinary Experiences, Hampton Roads Publ., Charlottesville, VA, S. 89-91,
    ISBN: 1-57174-436-3

pdf-logo1
pdf_Text

3. Ein Toter kommt zurück, um seine Ermordung aufzuklären

Tommy, ein Schreiner in New York, war ein allseits beliebter Mann. Er war hilfsbereit zu jedermann, kannte keine bösen Worte über andere und war tierlieb. Darum war es völlig unverständlich, dass er 1995 mit 33 Jahren ermordet wurde.

Allerdings hatten seine Mutter, Beverly, und sein Bruder, Tim, schon eine Vorahnung gehabt und waren daher zunächst erstaunlich gefasst, als die Polizei ihnen mitteilte, dass sein Leichnam in einem Lieferwagen gefunden wurde. Es gab Spuren, die darauf hindeuteten, dass Tommy nicht im Auto und nicht am Fundort des Wagens ermordet worden war. Er hatte wohl seinen Mördern zu entkommen versucht und war um das Auto herum gerannt. Aber die Polizei kannte den Ort der Mordtat nicht und konnte so nicht nach Augenzeugen suchen.

Mutter und Bruder empfanden sich so als hilflos und jammerten: „Wer, um alles in der Welt, kann dir so etwas antun? Wer?“, schrien sie nun, „wer kann so etwas tun?“. Plötzlich begann der Kronleuchter minutenlang rasch zu blinken. Er hatte dies noch nie vorher getan. Die Polizisten, Beverly und Tim schauten sich ungläubig an und dann wieder auf den blinkenden Leuchter an der Decke. Aber die Trauer und die bevorstehenden Pflichten einer Beerdigung ließen die Mutter dieses Ereignis vorläufig vergessen.

Fünf Tage nach dem Mord tappte die Polizei bezüglich der Aufklärung des Falls noch immer im Dunkeln. Beverly flehte in ihrer Verzweiflung den toten Tommy an: „Hilf uns, hilf uns denjenigen zu finden, der das getan hat!“.

Am nächsten Morgen wurde Beverly früh von Tommys Stimme geweckt: „Wach auf, wach auf!“, hörte sie so laut, als stünde Tommy neben ihrem Bett. Sie setzte sich im Bett auf, um zu sehen, wo Tommy ist, sah aber niemanden. Aber er sprach weiter: „Mama, fahr zur Washington-Allee und zum St. John’s Platz. Dort findest du mein Blut noch im Schnee festgehalten und mit etwas Eis bedeckt. Geh sofort, es wird wärmer werden und das Eis wird schmelzen. Du musst jetzt gehen, bevor der Beweis verloren ist. Schau nach meinem Blut im Schnee. Geh, bevor das Eis schmilzt!“.

Beverly sprang danach sofort aus dem Bett und zog sich an. Sie erzählte hastig ihrer Familie, was vorgefallen war und erntete die Bemerkung: „Du bist verrückt vor Trauer!“. Niemand wollte sie begleiten. Aber sie war fest entschlossen und erreichte, dass sie jemand widerwillig fuhr.

Als sie am angegebenen Ort ankamen, sahen sie einen kleinen roten Schneehaufen neben einer Telefonzelle. Die rote Farbe war eindeutig Blut. Beverly rief die Polizei an und erklärte, sie habe einen Hinweis erhalten und sie sollten sofort vor Ort kommen. Da sie nicht erklärt hatte, von welcher Natur ihr Hinweis war, kam die Polizei auch rasch.

In der Folge fand die Polizei drei Augenzeugen. Einer konnte sogar den Namen des Mörders angeben: „Licht hat es getan.“, sagte er. Das wurde auch schriftlich festgehalten. Ein Mann mit dem Spitznamen „Licht“ hatte Tommy ausgeraubt und anschließend um den Lieferwagen gejagt, wobei er mit dem Messer auf ihn einstach, bis er tot war. Anschließend packte der Mörder die Leiche in den Lieferwagen und fuhr damit 4 km weit.

Als Beverly dies alles erfuhr, erinnerte sie sich wieder an den blinkenden Kronleuchter und vermutete, Tommy habe den Spitznamen seines Mörders auf diese Weise angeben wollen.

Vier Monate später ging Beverly mit dem sechsjährigen, kräftigen Hund ihres ermordeten Sohnes, einem „pit bull“ namens „Baby“, auf der Strasse spazieren. Sie kam an Tommys Jeep vorbei und sinnierte so vor sich hin, wie schade es sei, dass Tommy keinen Spaß mehr mit seinem geliebten Fahrzeug haben kann, als plötzlich der Hund so an der Leine riss, dass Beverly Angst hatte, er könne ihr den Arm auskugeln. Baby zog und bellte und schnappte nach Luft. Er wollte anscheinend zu einer Person an der Straßenecke 10 m entfernt. Da sie ihre Brille nicht auf hatte, erkannte Beverly nur eine junge, männliche Gestalt, die sie ansah und in Jeans blau gekleidet war. Beverly setzte nun ihre Brille auf und erkannte sofort die Gestalt ihres geliebten Tommy. Seine blauen Augen strahlten vor Freude und sein Gesicht glühte. Er trug die Jeanskleidung, die er sich kurz vor seinem Tod gekauft, aber noch nie getragen hatte.

Beverly wusste nicht: „Ist das alles ein Traum oder ist Tommy wirklich zurückgekommen?“. Ihr Herz schlug bis zum Hals und sie war außer sich vor Freude.

Da der Hund so stark an der Leine zog, kamen beide näher an die Erscheinung heran, die sich daraufhin abwandte. Die Figur glitt nun einige Zentimeter über dem Bürgersteig schwebend ihnen voraus. Es entwickelte sich eine kleine Jagd, in deren Verlauf Frau und Hund durch eine Reihe Schulkinder behindert wurden, die die Figur des Tommy vorher mühelos passiert hatte. Beverly schaute nicht mehr unentwegt auf die Erscheinung, sondern war kurz abgelenkt. Als sie wieder zu Tommy schaute, war der verschwunden. Es gab dort keine Möglichkeit, sich zu verstecken und trotzdem war er einfach verschwunden. Auch der Hund schaute sich suchend um. Offensichtlich hatte sich sein früheres Herrchen in Luft aufgelöst.                                  zurück zum Seitenanfang

Quelle (und Link zu Literaturseiten):
Arcangel, Dianne (2005) Afterlife Encounters / Ordinary People, Extraordinary Experiences, Hampton Roads Publ., Charlottesville, VA, S. 66-73,
    ISBN: 1-57174-436-3

pdf-logo1
pdf_Text

4. Verstorbener weist auf seine Lebensversicherung über Freunde hin

Kitty, eine 65jährige Hausfrau aus Alabama berichtete:

Leland war unser Freund. Wir hatten unser Haus von ihm gekauft. Er war Paketbote und verunglückte eines Morgens mit seinem Lieferwagen.

Am nächsten Morgen erschien er in meinem Schlafzimmer! Während er dastand, bat er mich, Frances, seiner Frau, zu sagen, dass er eine Lebensversicherung abgeschlossen habe, von der sie nichts wisse. Er sagte: “Sie liegt in unserem Schlafzimmer, in der obersten Kommodenschublade unter den Papieren. Sag Frances, wo sie ist.” Dann verschwand er. Cliff, mein Mann, kam ins Zimmer, und ich erzählte ihm, was passiert war. Er sagte: “Na gut, dann rufen wir Frances an und sagen es ihr.” Ich antwortete: “Sie wird denken, ich bin übergeschnappt.”

Deshalb gingen mein Mann und ich zu Lelands Bruder Reed und baten ihn, in der obersten Kommodenschublade nachzusehen. Er würde dort vielleicht eine Versicherungspolice finden. Aber woher wir das wussten, erklärte Cliff ihm nicht. Sie schauten nach, und da lag tatsächlich eine Versicherungspolice, genau wie Leland es mir anvertraut hatte. Reed rief an und dankte meinem Mann, aber wir erzählten ihnen nie, wie wir es erfahren hatten. Sie hätten es sicher nicht verstanden.
                                                                                                                                                                              zurück zum Seitenanfang

Quelle (und Link zu Literaturseiten):
Guggenheim, Bill u. Judi (1997) Trost aus dem Jenseits, Scherz, Bern, München, Wien, S. 228, ISBN: 3-502-14260-2; Übersetzerin Maja Ueberle-Pfaff  und http://www.after-death.com. Empfehlung: Hier gibt es noch weitere kurze Beispiele aus neuerer Zeit.

pdf-logo1
pdf_Text

5. Verstorbene Großmutter rettet Enkelin vor dem Erstickungstod

Alicia ist 39 und lebt als Krankenschwester in Kalifornien. Ihre Mutter war bereits seit neun Monaten verstorben, als sie in einem entscheidenden Augenblick Alicia Hilfe zukommen ließ:

Ich wachte eines Nachts auf und sah meine Mutter im Türrahmen stehen. Sie machte ein angespanntes, besorgtes Gesicht und ließ erkennen, dass irgend etwas Schlimmes vor sich ging.

Sie betrat das Schlafzimmer meiner Tochter und kam wieder heraus. Dann winkte sie mich zu sich und verschwand einfach.

Ich stand auf und ging ins Zimmer meiner Tochter. Als ich an ihre Wiege trat, atmete sie nicht, und ihre Lippen waren blau. Tiffany war erst neun Monate alt und war mit einem Fläschchen eingeschlafen. Sie hatte das Ende des Saugers abgebissen und war schon fast daran erstickt. Glücklicherweise schaffte ich es noch, das Gummistückchen aus ihrem Hals zu entfernen.

Wäre ich in diesem Augenblick nicht zu meiner Tochter gegangen, wäre sie vermutlich gestorben. Ich zweifle nicht im geringsten daran, dass meine Mutter mich warnen wollte.                                                                                                                                  zurück zum Seitenanfang

Quelle (und Link zu Literaturseiten):
Guggenheim, Bill u. Judi (1997) Trost aus dem Jenseits, Scherz, Bern, München, Wien, S. 235, ISBN: 3-502-14260-2; Übersetzerin Maja Ueberle-Pfaff und http://www.after-death.com. Empfehlung: Hier gibt es noch weitere kurze Beispiele aus neuerer Zeit.

pdf-logo1
pdf_Text

6. Katze und Hund machen auf Erscheinung aufmerksam

Tina ist Lehrerin an einer Berufsschule in Washington. Ein Jahr nachdem ihr Bruder Rudy bei einem Arbeitsunfall tödlich verunglückt war, geschah folgendes:

Ich war gerade in der Küche am Werkeln. Plötzlich kam unsere Katze aus dem Wohnzimmer in die Küche geschossen. Ihr standen die Haare zu Berge, und sie fauchte. Weil sie so schnell lief, rutschten ihre Pfoten über das glatte Linoleum, sie kam sozusagen angeschlittert.

Gleichzeitig verdrückte sich unser kleiner Hund bellend und ebenfalls mit gesträubtem Fell rückwärts aus dem Wohnzimmer. Ich ging nachsehen, was los war, und da saß mein Bruder Rudy im Schaukelstuhl! Er lächelte mich an. Ich war so froh, ihn zu sehen! Er saß da in seinen Bluejeans und einem rot karierten Hemd, wie er oft dagesessen hatte, als er noch lebte. Ich war ganz ruhig, ich wusste, dass es Rudy gut ging. Dann löste er sich vor meinen Augen wieder in Luft auf.

Ich war früher eine eingefleischte Skeptikerin, bis ich dieses Erlebnis hatte. Nie hätte ich gedacht, dass so etwas wirklich passieren kann. Wenn die Tiere nicht so reagiert hätten, hätte ich wohl angenommen, meine Phantasie wäre mit mir durchgegangen.                  zurück zum Seitenanfang

Quelle (und Link zu Literaturseiten):
Guggenheim, Bill u. Judi (1997) Trost aus dem Jenseits, Scherz, Bern, München, Wien, S. 270, ISBN: 3-502-14260-2; Übersetzerin Maja Ueberle-Pfaff und http://www.after-death.com. Empfehlung: Hier gibt es noch weitere kurze Beispiele aus neuerer Zeit.

pdf-logo1
pdf_Text

7. Verstorbene Nonne verkehrt in der Kathedrale

Ich hatte vier Jahre lang in Trondheim gelebt und verließ die Stadt im Jahr 1938, bin seither aber des Öfteren dort gewesen. Ich interessierte mich besonders für die Bauarbeiten, die an der Kathedrale durchgeführt wurden. Eines schönen Morgens betrat ich nun die Kathedrale vom nördlichen Eingang. Als ich zum südlichen Kirchenschiff hinüberblickte, bemerkt ich eine Nonne, die in einer der vielen seitlichen Nischen saß... Ich fragte mich, was sie um diese Tageszeit hierher geführt haben konnte. Als ich näher kam, dachte ich daran, mit ihr zu sprechen, doch als ich gerade noch zwei Meter von ihr entfernt war, verschwand sie einfach und war nicht mehr zu sehen!

Ich war einigermaßen verblüfft, und als ich in den westlichen Teil der Kathedrale kam, sprach ich eine der Frauen an, die dort mit Reinigungsarbeiten beschäftigt waren, und sagte zu ihr: “Mir war so, als hätte ich eine Nonne dort drüben in der Nische sitzen sehen, doch als ich näher kam, war sie plötzlich verschwunden. Wie soll man sich so etwas erklären?” - “Oh”, meinte die Frau, “wir sehen sie oft”. Dies wurde mir später mehrfach bestätigt. Solche Beobachtungen, die unter günstigen Bedingungen (helles Tageslicht) stattfinden und von unabhängigen Zeugen bestätigt werden, können nicht so leicht als Halluzination abgetan werden.
                                                                                                                                                       zurück zum Seitenanfang

Quelle:
Eysenck, H. J.; Sargent, C. (1994) Die Geheimnisse des Übernatürlichen / Erklärungen für das Unerklärliche, Kaiser, Klagenfurt, S. 162,
    ISBN: 3-7043-6032-5

pdf-logo1
pdf_Text

8. Fünf Offiziere sehen die gleiche weibliche Erscheinung

Die Offiziere des britischen Kavallerieregiments in der Kaserne von Aldershot in England saßen im Sommer 1880 etwa um 19 Uhr in der Messe zusammen, um Abend zu essen. Fünf der Offiziere, die am Kopfende des Tisches saßen, sahen klar eine Frau den Raum betreten. Sie hatte ein weißes, seidenes Abendkleid an und trug einen Brautschleier. Sie ging schnellen Schrittes zum anderen Ende des Tisches, hielt dort einen Moment inne, ging dann weiter zur Türe, die in die Küche führt und durch die Türe weiter in die Küche.

Da Frauen nur zu besonderen Gelegenheiten die Messe betreten durften, nahmen die Offiziere an, die Frau habe sich verlaufen. Der Adjutant des Regiments, Hauptmann Norton, ging also in die Küche, um das Küchenpersonal zu fragen, wo die Frau hingegangen sei. Aber niemand hatte eine Frau gesehen.

Nachdem er das Ergebnis seiner Nachfrage den anderen Offizieren mitgeteilt hatte, entspann sich eine rege Diskussion, die zum Ergebnis führte, es müsse sich um eine Erscheinung gehandelt haben. Aber die Figur der Frau sah aus, wie aus Fleisch und Blut. Sie war hübsch, dunkelhaarig und hatte einen sehr traurigen Gesichtsausdruck.

Als der diensthabende Oberst Vaudeleur, der die Erscheinung nicht gesehen hatte, die Beschreibung der Frau hörte, erklärte er, es müsse sich um die Frau des Regimentsveterinärs handeln, die in Indien gestorben war, als das Regiment dort Dienst tat.

Den Veterinär glaubten alle außer Haus, weil er krank war. Aber später am Abend erfuhren die Offiziere, dass der Tierarzt schon am Nachmittag vorzeitig zurückgekehrt war, obwohl er sich noch unwohl fühlte. Er sei auf sein Zimmer gegangen, das über der Küche liegt.

Am nächsten Morgen um 8 Uhr ging einer der Küchenhelfer auf das Zimmer des Veterinärs, um ihn zu holen. Er fand ihn tot in seinem Bett.

Der Adjutant Norton hatte die Aufgabe, die persönlichen Gegenstände des Verstorbenen sicher zu stellen. Dabei fiel ihm eine Photographie in die Hände, die genau die weibliche Person zeigte, die er am Abend zuvor in der Messe gesehen hatte. Sie trug dieselbe Kleidung wie am Abend.

Der Vorfall wurde von William Stead untersucht, der ein erfahrener Forscher auf dem Gebiet des Paranormalen war. Er nannte die Namen aller Offiziere, welche die Erscheinung gesehen hatten. Daher gilt sein Bericht als authentisch.                                          zurück zum Seitenanfang

Quelle (und Link zu Literaturseiten):
Fontana, David (2005) Is there an Afterlife?/ A Comprehensive Overview of the Evidence, O-Books, Ropley, Hants, UK, S. 42-43,
    ISBN: 1-903816-90-4

pdf-logo1
pdf_Text

9. Imaginäre Spielkameradin kündigt ihre Geburt an

Beverly erinnert sich daran, dass sie, als sie 6 Jahre alt war, mit einem imaginären kleinen Mädchen gesprochen hat. Es saß in ihrem Schaukelstuhl. Die Erscheinung sagte ihr, sie, Beverly, werde eines Tages ihre Mutter sein.

Heute ist Beverley eine Mutter von 3 Kindern.

Als ihre Tochter, Cassie, 3 ½ Jahre war, fragte sie, ob die Mutter sich daran erinnere, wie sie, Cassie, ihre Mutter bei Nacht besucht hat. Sie wollte wissen, wo ihr grüner Schaukelstuhl sei. Als sie ihn sah, fragte sie, warum er jetzt anders sei. Bis Beverley 9 Jahre war, hatte der Stuhl einen gebrochenen Stab, den der Großvater danach erst reparierte.
                                                                                                                                                                                                 zurück zum Seitenanfang

Quelle:
Hallett, Elisabeth (2002) Stories of the Unborne Soul / the Mystery and Delight of Pre-Birth-Communication, Writers Club Press, Lincoln NE, New York,    S. 252, ISBN: 0-595-22361-3

pdf-logo1
pdf_Text

10. Vater verunglückt tödlich und erscheint mit seinem gestorbenen Söhnchen vor 2 Familienmitgliedern

Leslie, ein 36-jähriger amerikanischer Geschäftsmann, stürzte 1982 an einem Mittwoch, um ½ 12 vor Mitternacht mit seinem Privatflugzeug tödlich ab. Die Nachricht darüber erreichte seine Familie am Donnerstag in der Frühe. Kurz darauf erfuhr es auch Constance, eine entfernte Verwandte in einem anderen Bundesstaat.

Obwohl Constance Leslie seit 15 Jahren nicht mehr gesehen hatte und gar nicht mehr wusste, wie er aussieht, nahm sie sich am Donnerstag ein Photoalbum mit einem Bild von Leslie und sprach mit ihm bzw. dem Bild so, als ob er noch lebte. Constance glaubte nämlich an ein Leben nach dem Tod und sagte: „Es wäre doch eine nette Geste, wenn Du Deinen kleinen Jungen Ricky, der vor knapp einem Jahr ertrunken ist, finden würdest, ihn an die Hand nähmst und so vor Deiner Mutter erscheinen würdest. Es wird sie sehr trösten, Dich und ihr Enkelkind zu sehen und damit zu wissen, dass ihr beide nicht tot seid, sondern nur von euren Körpern getrennt“. Constance wiederholte diese Prozedur mehrmals am nächsten Tag.

Jennifer, Leslies 6-jährige Nichte, hatte auch vom Tod ihres geliebten Onkels gehört. Auch er hatte sie sehr gemocht. Sie wohnte 240 km entfernt und meditierte gerade. Es war Freitagabend, also nach Constances Aktion. Jennifer war wach, als sie überraschend eine Wolke in ihrem Zimmer sah und da standen Leslie und Ricky, die sich bei den Händen hielten. Jennifer verspürte ein Gefühl des Friedens, der von den beiden Gestalten ausging. Sie sahen ganz lebensecht aus. Als sie aufhörte, an die beiden zu denken, verschwanden sie. Jennifer und Constance kannten sich nicht und Jennifer wusste nichts von Constances Ansprache.

Während Jennifer in einer Familie aufwuchs, die außergewöhnliche Erfahrungen und Reinkarnation als möglich oder real akzeptierte, machte sich Leslies Mutter höchstens lustig über Leute, die von Erscheinungen berichteten.

Am folgenden Samstag in der Nacht zwischen 1 und 3 Uhr - 2 Nächte nachdem Constance erstmals mit dem Bild von Leslie gesprochen hatte - erwachte Leslies Mutter und sah am Fußende ihres Bettes Leslie, der Ricky an der Hand hielt. Beide schauten sich an und wirkten glücklich. Sie war hell wach und sie hatte das Gefühl, die beiden Erschienenen wollten ihr zeigen, dass sie sich gefunden hatten und nun zusammen und glücklich sind. Sie wirkten ganz real. Sie sah die beiden im Licht der Straßenlaternen, das durchs Fenster hereinkam. Den ansonsten lauten Straßenverkehr  nahm sie nicht mehr wahr. Nach ca. 15 Sekunden entfernten sich die Gestalten und verschwanden gänzlich.

Die Mutter hatte bis dahin schwer unter dem Verlust ihres Sohnes und Enkelkinds gelitten und erlebte nun durch diese Erscheinung eine radikale Wende in ihrer Weltanschauung. Sie versuchte sogar, diese Begegnung mit unterschiedlichen Methoden  noch einmal willentlich zu erzeugen,  war aber nicht erfolgreich. Ihre Trauer blieb zwar bestehen, sie war aber stark gemildert.

Alle in Frage kommenden Zeugen waren vom Untersucher dieses Falles, Karlis Osis, vernommen worden. So konnte sichergestellt werden, dass Jennifer und die Mutter zum Zeitpunkt ihrer außergewöhnlichen Erfahrung nichts von der Erscheinung des jeweils anderen und auch nichts von Constances Aktion wussten.

Karlis Osis vergleicht 3 Erklärungsmodelle für den Fall und zeigt auf, welche verwickelte Annahmen gemacht werden müssen, um die Super-ASW-Hypothese für den Fall „fit“ zu machen und wie zwanglos natürlich alle Elemente des Falls spiritistisch erklärbar sind.
                                                                                                                                                      zurück zum Seitenanfang

Quelle:
Osis, Karlis (1986) Characteristics of Purposeful Action in an Apparition Case, The Journal of the American Society for Psychical Research, Vol. 80, April 1986, S. 175-195

pdf-logo1
pdf_Text

11. Besuch vom verstorbenen Opa

Kurz nach meinem Abitur fuhr ich im September 1999 zum Geburtstag einer Schulfreundin. Diese wohnte ca. 130 km von meinem Wohnort entfernt. Da bei ihr nicht genügend Platz zum schlafen war, übernachtete ich in Jena bei einer anderen Schulfreundin namens Jutta. Zusammen mit einem ebenfalls von weit her angereisten Schulfreund Tobias lag ich dort im Gästezimmer. Die Betten standen über Eck mit den Kopfenden aneinander.

Am selben Abend feierten andere ehemalige Schulkollegen ebenfalls eine Party. Diese fand am Ufer der Saale statt und die Jungs wollten auch dort im Freien übernachten.

Mitten in der Nacht erwachte ich aus einem Traum, in dem ich meine Mutter hatte sterben sehen. Da sah ich einen Mann vor meinem Bett stehen. Das Mondlicht fiel durchs Fenster, da es keine Vorhänge oder ähnliches gab. Ich hielt den Besucher zunächst für einen der Gäste von der Saale-Party, dem es draußen zum schlafen zu kalt war. Schließlich wusste jeder, dass man bei Jutta jederzeit einen Platz zum Schlafen bekommen kann. Da die beiden Betten im Gästezimmer bereits durch Tobias und mich belegt waren, wies ich den Mann darauf hin, dass in der Ecke am Fußende meines Bettes noch Decken und Kissen liegen. Diese solle er sich nehmen und sich einfach auf den Boden legen. Er reagierte nicht. Es vergingen mehrere Minuten, in denen ich ihn immer wieder zu überreden versuchte, sich endlich auf den Boden zu legen. Am Ende war ich sehr genervt darüber, dass er nicht reagierte, weil ich wieder wei-terschlafen wollte. Langsam wurde es mir unheimlich, dass er nicht antwortete. Ich weckte Tobias auf und bat ihn, den Typen davon zu überzeugen, sich endlich hinzulegen, da er auf meine Bitten nicht reagiere. Erst als Tobias mich fragte, welchen Typen ich meine, machte es bei mir „klick“. In seinem beige-farbenen Trenchcoat war er doch eindeutig zu erkennen! Daraufhin schrie ich nur noch: „Tobias mach ganz schnell das Licht an“.

In den wenigen Sekunden, die Tobias brauchte, um den Lichtschalter zu finden, stand die Gestalt plötzlich nicht mehr vor meinem Bett, sondern vor dem Lichtschalter. Sie stand halb in meinem Kumpel drin, der mir später berichtete, er hätte eine Art wohliges Gefühl verspürt. Sobald das Licht an war, war die Gestalt verschwunden. In den darauf folgenden Stunden war an Schlaf nicht mehr zu denken. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nicht gewusst, dass Tobias sich viel mit derlei spirituellen Dingen beschäftigt. So aber hatte ich einen Fachkundigen direkt in meiner Nähe, der mir bei der Verarbeitung des Gesehenen sehr behilflich war. Bis dahin hatte ich von solchen Sachen keine Ahnung.

Einige Zeit nach dem Vorfall musste Tobias zur Toilette. Diese befand sich direkt neben dem Gästezimmer, in dem wir nächtigten, durch eine Tür getrennt, neben der sich der Lichtschalter befand. Sobald Tobias die Tür zum Bad hinter sich geschlossen hatte, hörte ich Schritte, die vom Lichtschalter her (da, wo ich den Mann zuletzt gesehen hatte) direkt auf mein Bett zukamen. Ich rief Tobias zu, er solle sofort zurück kommen. Das tat er auch, und die Schritte waren nicht mehr zu hören. Im Laufe der Nacht hörten wir beide noch Schritte draußen im Flur. Diese führten die Treppe herauf und ins benachbarte Zimmer meiner Freundin hinein, sowie in das dahinter liegende Zimmer ihres Bruders. Als wir ihren Bruder am nächsten Morgen fragten, ob er während der Nacht unten auf Toilette gewesen wäre, verneinte er dies. Danach gab es keine Vorfälle mehr.

Wie bereits erwähnt, trug der Mann einen langen beigen Trenchcoat. In der Hand hatte er eine alte lederne Arzttasche. Auf dem Kopf trug er einen schwarzen Hut. Erst im Nachhinein fiel mir auf, dass ich sein Gesicht nicht hatte sehen können, da es im Schatten der Hutkrempe verborgen lag.

Bereits während der Nacht versuchte ich verzweifelt, meine Mutter telefonisch zu erreichen. Immerhin war ich aufgewacht, weil ich einen Albtraum bezüglich ihres Todes gehabt hatte. Am Morgen erreichte ich sie dann endlich am Telefon und beschrieb ihr mein Erlebnis der vergangenen Nacht. Sie sagte mir, dass ihr Vater, also mein Großvater, oft einen beigen Trenchcoat getragen hatte, und dass er seine Werkzeuge in einer solchen Arzttasche aufbewahrt hätte.

Mein Großvater war eineinhalb Jahre vor meiner Geburt gestorben. Ich hatte zwar Photographien von ihm gesehen, erkannte ihn in der Erscheinung aber nicht, weil ich das Gesicht des Geistes nicht gesehen hatte und die Photographien, die ich in Erinnerung hatte, den beigen Trenchcoat und die Arzttasche nicht zeigten.

In den darauf folgenden Wochen versuchte ich, das Gesehene zu verarbeiten. Hierzu besuchte ich auch Tobias, der sich anbot, mir bei der Beantwortung meiner Fragen zu helfen. Dafür ließ er sich in eine Art Trance-Zustand fallen. Beim ersten Mal sprach er mit vollkommen fremder Stimme. Sie sagte mir, sie sei nur gekommen, um zu sehen, ob es mir gut geht. Ein anderes Mal beschrieb mir Tobias in einer Trance das Bild eines Bauernhofes und eines kleinen Kindes mit kurzen Haaren. Wieder zu Hause erzählte ich meiner Mutter davon. Sie meinte, dass dies der Bauernhof sein könnte, auf dem sie als Kind gelebt hatte. Die kurzen Haare hatte ihr Vater ihr immer per Topfschnitt verpasst.

Bis heute weiß ich nicht wirklich, warum mir mein Großvater in eben jener Nacht erschienen ist. Er hat mir nichts mitgeteilt und sein Tod lag bereits 20 Jahre zurück. Weder ist kurz darauf jemand gestorben noch geboren worden. Ich kann nur vermuten, dass er die Anwesenheit von Tobias genutzt hat, der mit solchen Erlebnissen bereits Erfahrung hatte.

Nach dieser Nacht hat es ungefähr ein Jahr gedauert, bis ich nachts wieder ruhig schlafen konnte. Ich hatte Angst vor Dunkelheit und vor Stille. Folglich schlief ich nur noch bei Licht und Musik, um nur ja nichts sehen oder hören zu müssen. Seit dieser Nacht habe ich den Geist jedoch nie wieder gesehen. Ich vermute, dass er weiß, dass ich panische Angst davor habe.                                             zurück zum Seitenanfang

pdf-logo1
pdf_Text