Alternativerklärungen

letzte Aktualisierung
Donnerstag, 22. Oktober 2015

Anzahl Seitenzugriffe
reinkarnation.de

 

wiedergeburt.org

 

Ursprung dieser Seiten:
 www.reinkarnation.de

Web Design

Rund 80% der westlichen Bevölkerung, d. h. Anhänger der modernen Wissenschaft oder einer der monotheistischen Religionen, aber auch generell Ungläubige halten die Vorstellung, es könne eine Wiedergeburt geben, für Unsinn und ignorieren in ihrem Vorurteil alle Hinweise auf eine gegenteilige Ansicht. Nur wenige Menschen sind trotz kritischer Haltung unvoreingenommen und suchen nach der besten Erklärung für paranormale Phänomene, die auf die Wiedergeburt hinweisen. Für jene seien die generellen Einwendungen und alternativen Erklärungen hier zusammengestellt (Genaueres jeweils in Band 2b; Inhalt hier anschauen):

pdf-logo1
pdf_Text
p1

1.   Allgemeine Einwendungen                                                         (Genaueres in Band 1; hier klicken, um den Inhalt anzusehen)

1.1. Unvereinbarkeit mit naturwissenschaftlichem Denken
Physik, Chemie, Biochemie oder Medizin beschäftigen sich von ihrem Selbstverständnis her grundsätzlich nicht mit einem Leben nach dem Tod, einem „Jenseits“, der Reinkarnation oder Gott. Die Naturwissenschaft kann folglich auch über solche Themen keine „wissenschaftlichen“ Aussagen machen. Die Behauptung, dass das Bewusstsein ein Ergebnis elektrochemischer Prozesse im Gehirn sei, und daher mit dem Tod zu existieren aufhört, ist unbewiesen. Unser Unwissen ist so groß, dass wie nicht einmal den Begriff „Bewusstsein“ eindeutig definieren können, geschweige denn erklären zu können, wie es entsteht.

1.2. Unvereinbarkeit mit der Physik
Einsteins Theorien der Relativität und die Quantentheorie beschreiben die physikalische Realität des Mikro- und Makrokosmos perfekt. Dennoch machen beide Aussagen, die mit der Alltagserfahrung nicht nachvollziehbar und daher sehr schwer verständlich sind. Auch die Reinkarnationshypothese beschreibt die vorgefundenen außergewöhnlichen Phänomene perfekt. Ist sie falsch, weil sie in der Alltagserfahrung nicht vorkommt? Würde jemand verstehen, was mit „Liebe“ gemeint ist, wenn dies nur eine Erfahrung von wenigen „Exoten“ wäre?

1.3. Unvereinbarkeit mit Darwins Evolutionstheorie
Bei der Evolutionstheorie handelt es sich nicht um gesichertes Wissen, sondern um eine Hypothese. Es ist zwar unbestritten, dass sich kleine Veränderungen innerhalb der Arten damit gut erklären lassen, aber nicht die großen Evolutionsschritte und die Entstehung des Lebens selbst. Wie Bewusstsein in die Welt kam, kann die Theorie nicht erklären. Ausreichende experimentelle Beweise liegen nicht vor. Man kann nachrechnen, dass die auf der Erde zur Verfügung gewesene Zeit nicht ausgereicht haben kann, um eine erste Zelle durch Zufall entstehen zu lassen.
                                                                                                                                                                                         zum Seitenanfang

2.   Normale Erklärungen                                                                      (Genaueres in Band 2b; hier klicken, um den Inhalt anzusehen)

2.1. Betrug, Selbsttäuschung, unbewusste Beeinflussungen

Dies als generelle Erklärung für die überwiegende Zahl der Fälle anzunehmen, ist unbegründet. Da die inhaltlichen Unterschiede zwischen den Autoren als Berichterstatter von Rückführungsfällen gering ausfallen, müssten alle in gleicher Weise betrügen, sich täuschen oder ihre Klienten beeinflussen.

2.2.  Kryptomnesie (Quellen-Amnesie)          (mehr dazu hier)

These:

Der in frühere Leben zurückgeführte Klient hatte Zugang zu Informationsquellen über die frühere Person bzw. Familie und ihr Umfeld und hat die Information auch aufgenommen. Er hat aber sowohl diese Quelle, als auch die Tatsache vergessen, Zugang zu ihr gehabt und Information aufgenommen zu haben und  erinnert das aufgenommene Wissen als eigenes Erleben.

Gegenargumente:

  • Es gibt Beispiele, die zeigen, dass es Kryptomnesie wirklich geben kann und eine überzeugende Erklärung darstellt.
  • Diese Erklärung kann aber nicht auf alle Fälle angewendet werden. Bei ca. 37 Fällen von Rückführungen, die erfolgreich nachgeprüft werden konnten, darf diese Möglichkeit als höchst unwahrscheinlich gelten, weil die Information oft nur in weit verstreuten Quellen oder anhand schwer auffindbarer, „versteckter“ Quellen  nachgewiesen wurden. Weitere “Stolpersteine” für die Hypothese tauchen auf:
  • Bei streng privaten oder intimen Informationen, die niemals an die Öffentlichkeit gelangten, aber bei Gegenüberstellungen vor Ort verifiziert wurden, konnte die Nachricht den Rückgeführten nicht erreicht haben. (z. B. geheime Verstecke).
  • Wenn leicht zugängliche Quellen Aussagen der Klienten als falsch darstellen, später aber „versteckte“ Quellen gefunden werden, welche die Aussagen als richtig bestätigen. Wie unterscheidet der Rückgeführte falsche von richtigen Quellen?
  • Wenn Klienten um unbedeutende, nicht aufgeschriebene Dinge wissen, die es heute so nicht mehr gibt, und die durch Zeugen bestätigt werden.
  • Wenn sich Erinnerungen von 2 einander fremder Probanden, die aus unterschiedlicher Perspektive berichten, gegenseitig bestätigen. Beide müssten zufällig gleichartige Quellen gehabt, und beide deren Inhalt und den Zugang dazu wieder vergessen haben.
  • Kryptomnesie erklärt nicht die auftretenden Verhaltenszüge, Emotionen, Fertigkeiten, spontanen Wiedererkennungen, Träume oder Geburtsmale von Personen.
  • Die Heilerfolge lassen sich nicht mit Kryptomnesie erklären. (Symboldramen als Erklärung siehe ”Therapie”.)                zum Seitenanfang

2.3. Paramnesie (falsche Erinnerung)

These:

Der Rückführungsklient stellt als Folge von Suggestivfragen oder um dem Rückführer zu gefallen, falsche Behauptungen auf, ohne dass dies dem berichtenden Rückführer bewusst wird. Oder die berichtenden Autoren stellen in ihrer Begeisterung für das Thema die Ereignisse beschönigend dar.

Gegenargumente:

  • Falsche Behauptungen der Klienten spielen bei den nachgeprüften Fällen keine Rolle bzw. werden entdeckt.
  • Beschönigung der realen Situation als Form der Paramnesie darf man vermuten. Schließlich gibt es keine Nachprüfungen von unabhängigen Außenstehenden. Bei Rückführungen fällt auf, dass kaum von Unstimmigkeiten und Misserfolgen der Heilversuche berichtet wird.
  • Eine Suggestion der später als zutreffend bestätigten Geschichte eines Rückgeführten kann ausgeschlossen werden, weil der Rückführer keine diesbezügliche Kenntnisse hatte. Die meisten Autoren berichten, sie hätten offene, nicht leitende Fragen gestellt.
  • Spontane Verhaltensweisen, Wiedererkennungen und Emotionen des Klienten, die zum bestätigten Leben der früheren Person passen, lassen sich nicht als Paramnesie verstehen.
  • Geburtsmale, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die zum bestätigten Leben der früheren Person passen, lassen sich nicht herbeireden. zum Seitenanfang

2.4. Kulturell geprägte Phantasie

These:

Die Äußerungen der Rückgeführten stellen Phantasien oder Halluzinationen dar, die nach dem Volksglauben ausgestaltet sind.

Gegenargumente:

  • Gegen pure Phantasie als Haupterklärung sprechen die gelungenen Verifikationen (Bestätigungen) der Fälle.
  • Gegen pure Phantasie spricht, dass kein Fall bekannt ist, in dem der Rückgeführte noch lebende Personen fälschlicherweise als frühere Person benannt hat.
  • Mit der früheren Person übereinstimmende Emotionen, Charakterzüge und Fertigkeiten, richtige Wiedererkennungen sowohl von Personen, Orten als auch Sachen und stimmige Geburtsmerkmale können nicht durch Phantasien erklärt werden.
  • Beispielfälle, in denen privates, intimes Wissen offenbart wurde, das der Familie der heutigen Person nicht bekannt gewesen sein kann, bleiben als „kulturell gefärbte Phantasie“ unerklärlich.
  • Heilerfolge passen nicht in das Erklärungsmuster. Sie können allenfalls als Symboldramen gedeutet werden. Warum dies keine generelle Erklärung abgeben kann, wird in Band 2a, hauptsächlich aber in Band 2b erklärt (Inhalt hier anschauen).
  • Sich gegenseitig bestätigende Erinnerungen von Klienten, die sich nicht kennen, können nicht durch Phantasie erklärt werden.
  • Phantasie wird allgemein eingesetzt, um Erinnerungslücken zu füllen. Insofern ist ein Anteil an Phantasien hier, wie im übrigen Leben zu erwarten.

2.5. Genetisches Gedächtnis (Instinktverhalten)

These:

Die Erinnerungen stellen Erlebnisse der Vorfahren dar, die mit den Genen weitervererbt worden sind, ähnlich wie instinktmäßiges Erinnern bei Tieren.

Gegenargumente:

  • In der Mehrzahl der Fälle befinden sich die frühere und heutige Person nicht in gleicher biologischer Abstammungskette, so dass Vererbung als Erklärung ausscheidet.
  • Erinnerungen an den Tod sind prinzipiell nicht vererbbar, spielen aber eine zentrale Rolle in den Fällen.
  • Eine genetische Vererbung von Erinnerungen an Erlebnisse ist bisher wissenschaftlich nicht bestätigt.
  • Nach heutigem Wissen werden persönliche Verhaltensweisen, Emotionen, Fähigkeiten und Wiedererkennungen nicht vererbt.     zum Seitenanfang

2.6. Zufall

These:

Die Übereinstimmungen, die in gelösten Fällen gefunden wurden, sind zufälliger Natur.

Gegenargumente:

  • Bei einer kleinen Anzahl  (z.  B. drei oder vier) charakterisierender Merkmale mag es vielleicht möglich sein, den Zufall verantwortlich zu machen. Die verifizierten Fälle enthalten aber eine viel größere Menge an Eigenschaften, die eine frühere Person zu identifizieren erlauben, sodass die Wahrscheinlichkeit für Zufallstreffer drastisch sinkt.
  • Bei 20 Merkmalen, die nur je 10 voneinander verschiedene Werte einnehmen können, ergibt sich bei statistischer Unabhängigkeit der Merkmale untereinander  eine Wahrscheinlichkeit  von  0,120  oder  0,00000000000000000001  für die Übereinstimmung aller Merkmale.  Man müsste extrem viel  mehr  Menschen (1010-mal mehr), als heute auf der Erde leben, untersuchen, um mit 63% Wahrscheinlichkeit eine Übereinstimmung zu finden. Ein Zufallstreffer ist also extrem unwahrscheinlich.                                                                                                zum Seitenanfang

2.7. Schizophrenie oder multiple Persönlichkeitsstörung

These:

Weil sich Rückgeführte mit einer anderen Person identifizieren, haben sie eine gespaltene Persönlichkeit und sind daher psychisch krank (Schizophrenie oder dissoziative Identitätsstörung/MPD).

Gegenargumente:

  • Diese Krankheiten können nicht erklären, wie Kenntnisse aus unbekannten, z. T. weit entfernt wohnenden Familien und verborgenes Insiderwissen erhalten werden kann.
  • Diese Krankheiten erklären nicht die Übereinstimmungen in den auftretenden Verhaltenszügen, Emotionen, Fertigkeiten, Fähigkeiten, Träumen und Geburtsmalen.
  • Bei einer Quote von ca. 90% rückführbarer Patienten würden fast alle Klienten von Rückführern an multipler Persönlichkeitsstörung oder Schizophrenie leiden. Die  Reinkarnationstherapeuten nehmen in der Regel derart schwer betroffene Patienten gar nicht erst an.
  • Auch bei gesunden, zufällig ausgewählten Klienten gelingt eine Rückführung in ca. 90% der Fälle. Das ist nicht mit der These vereinbar.
  • Rückgeführte manifestieren sich nicht in 2 getrennten Persönlichkeiten, sondern ihre Persönlichkeitsstruktur bildet mit ihren Erinnerungen eine Einheit.
  • Die Untersucher sind  bzw. waren oft Psychologen oder Psychiater. Sie haben keine Anhaltspunkte für Schizophrenie oder MPD gefunden.

2.8. Inselbegabung (Savantismus)

These:

Die Rückgeführten sind „Savants“, denn sie zeigen eine sehr selten vorkommende, unerklärliche Sonderbegabung, nämlich das frühere Leben eines Verstorbenen zu kennen, sich damit zu identifizieren, und es nachzuleben (dramatisierend aufzuführen).

Gegenargumente:

  • Rückgeführte zeigen nicht die typischen Merkmale von Savants (Autismus, Hirnschäden, niedrigen IQ).
  • Weltweit gibt es rund 100 Savants, während viele 10.000 Patienten rückgeführt wurden.
  • Die These kann nicht erklären, welche frühere Person ausgewählt wird.
  • Die These kann Geburtsmale nicht erklären.
  • Man müsste den Savants paranormale Fähigkeiten zuschreiben, um zu erklären, wie sie an das zum Teil sehr private Wissen über die frühere Person herangekommen sein könnten, um mit der früheren Person übereinstimmende Emotionen, Verhaltenszüge und Fertigkeiten, Wiedererkennungen von Personen und Sachen darstellen und dramatisieren zu können. Von klassischen ASW-Fähigkeiten kann bei Savants aber keine Rede sein.
  • Da man das Savant-Syndrom bisher nicht versteht, erklärt dieThese nichts. Sie verschiebt das Problem nur in einen anderen unverstandenen Bereich.

                                                                                                                                                                                                                      zum Seitenanfang

3.   Paranormale Alternativerklärungen                                                    (Genaueres in Band 2b; hier klicken, um den Inhalt anzusehen)

3.1. Super-ASW oder Super-PSI, wenn Psychokinese eingeschlossen ist

These:

Lebenden Personen wird eine im Labor bisher nicht aufgetretene, extrem ausgeprägte PSI-Fähigkeit zuerkannt (Telepathie, Hellsehen, Präkognition, Retrokognition, Psyschokinese, jeweils auch in Kombination). Zusätzlich wird angenommen, dass sie sich unbewusst mit einer verstorbenen Person identifizieren und ihre angeblichen Erinnerungen dramatisieren.

Gegenargumente:

  • Die wundersamen kindlichen Spontanerinnerungen werden von Skeptikern, aber auch Parapsychologen häufig einseitig nur der Super-ASW zugerechnet, obwohl kein Wirkmechanismus bekannt ist, der diese Einseitigkeit rechtfertigen würde. Dies gilt auch für verifizierte Rückführungen, soweit diese überhaupt zur Kenntnis genommen werden.
  • Wenn eine unbegrenzte Leistungsfähigkeit angenommen wird, ist die These in dieser Form niemals widerlegbar. Man kann nämlich mit immer komplizierteren Zusatzannahmen immer noch „eine Schippe drauflegen“. Eine prinzipiell unwiderlegbare Hypothese ist unwissenschaftlich und nutzlos.
  • Eine vernünftige Alternativerklärung wird daraus, wenn man akzeptiert, dass es eine Grenze der Leistungsfähigkeit von Super-PSI geben muss, weil mit steigender Leistung oder „Empfindlichkeit“ auch die Störanfälligkeit gegen immer mehr empfangbare Informationen steigen muss, bis Fehler (technisch: Übersprechen zwischen Kanälen) überhand nehmen. Solange die Grenze nicht bekannt ist, muss Super-PSI allerdings als eine von mehreren möglichen Erklärungen in Betracht genommen werden, auch wenn die These bisher nicht widerlegt werden kann. Die Grenze kann vermutlich erst dann bestimmt werden, wenn ein „Wirkmechanismus“ oder eine anerkannte Theorie über die Entstehung der Super-ASW bzw. von Super-PSI gefunden ist. Super-PSI kann dann als Erklärung ausgeschlossen werden, wenn Leistungen auftreten, die jenseits der Leistungsgrenze liegen. Bisher ist das nicht der Fall; d. h. wegen der Unklarheit über die Grenzen könnten alle Phänomene innerhalb der Grenzen liegen. Über einen Vergleich der Phänomene mit dem „Leistungskatalog“ von Super-PSI ist also keine Entscheidung für oder gegen Super-PSI als Erklärung möglich.
  • Dasselbe gilt allerdings auch für die Reinkarnationshypothese. Da auch hier kein „Wirkmechanismus“ bekannt ist, der die Leistungsgrenze kennzeichnen würde, kann sie trotz deftiger Indizien zu ihren Gunsten nicht als bewiesen gelten. Wir verstehen vor allem nicht, wie Information von der früheren Person zur heutigen übergehen kann.
  • Man kann aber auch danach fragen, ob es neben den genannten Grenzen der Leistungsfähigkeit nicht auch prinzipielle Grenzen der Super-ASW gibt, die schon heute erkennbar sind. Mit diesem Ziel seien hier Fragen zusammengestellt, die aufzeigen sollen, an welchen Stellen die Super-ASW als Erklärung für die Phänomene vom Prinzipiellen her möglicherweise überdehnt, im ursprünglichen Wortsinn „fragwürdig“ wird. Jeder kann für sich selbst prüfen, durch welche Hypothese diese Fragen überzeugender beantwortet werden können:
  • Super-ASW hat ein prinzipielles Problem, überzeugende Antworten auf folgende Fragen zu geben:
    • Welchen unbekannten Verstorbenen unter Milliarden von Möglichkeiten wählt der Proband in einer Rückführung als „seine frühere Person“ aus?
    • Warum wird in Rückführungen das Geschehen nicht aus der Position eines ASW-begabten unbeteiligten Außenstehenden wahrgenommen, sondern subjektiv als eigenes, oft dramatisches Erleben? Warum sollten Motive oder Gründe für eine solche Identifikation durch ASW entstehen?
    • Warum identifizieren sich Rückgeführte ausgerechnet mit Verstorbenen?
    • Warum nehmen Rückgeführte mit ihrer ASW nicht auch Kontakt zu noch lebenden Personen auf?
    • Warum erinnern sich in mehrere Leben Rückgeführte kaum an Personen, die zur gleichen Zeit lebten?
    • Warum werden überzufällig häufig schreckliche Leben bzw. unnatürliche Tode erinnert, obwohl das den Erfahrungsträgern nicht nahe gelegt wird, und für sie sicher nicht angenehm ist? Sind Patienten von Reinkarnationstherapeuten alle Pessimisten oder Masochisten?
    • Warum werden schreckliche Leben bzw. unnatürliche Tode vor allem von Personen erinnert, die Gesundheitsprobleme haben und in Rückführungen Heilung suchen – von gesunden Rückgeführten jedoch nicht?
    • Warum zeigen Rückführungsklienten nicht die Wunder, die mit PSI-Fähigkeiten Lebender in Verbindung gebracht werden (z. B. Makro-PK in Form fliegender Gegenstände oder anderem Spuk)?
    • Warum berichten Rückgeführte über ihre Zeit nach dem Tod von einer Jenseitswelt, statt nur über die hellsichtig wahrgenommenen Hinterbliebenen?
    • Warum sollten schon lange bestehende, dauerhafte Verhaltensweisen (Vorlieben, Interessen) der heutigen Person, die ausgerechnet mit solchen der früheren übereinstimmen, durch Super-ASW hervorgerufen werden?
    • Wie sollten dauerhafte Fähigkeiten und Fertigkeiten der heutigen Person, die mit solchen der früheren übereinstimmen, durch Super-ASW hervorgerufen werden? Nach gängigem Wissen erfordert der Erwerb solcher Fähigkeiten praktische Übung, welche die heutige Person allerdings nicht ausgeübt hat.
    • Wieso führen Veränderungen von Personen und Orten seit dem Tod der früheren Person zu Erkennungsschwierigkeiten seitens der heutigen Person? Wieso soll die ASW hier eingeschränkt sein?
    • Wenn sich in Hypnose gewonnene Erinnerungen von 2 einander fremder Klienten, die aus unterschiedlicher Perspektive berichten, gegenseitig bestätigen, wie schafft es die ASW, die beiden Geschichten zu koordinieren?
    • Wie können Heilerfolge durch Rückführungen als ASW erklärt werden? Heilungen werden nach schulmedizinischem Verständnis erzielt, indem der Klient ein Symboldrama aufführt, in das er seine Not „verpackt“ und abreagiert. Wie soll ASW in verifizierten Fällen die real gesehene Vergangenheit mit dem Bedürfnis des Patienten koordinieren?
    • Wie können Geburtsmale durch ASW erklärt werden, ohne eine extrem komplexe, mehrstufige Kette von paranormalen Leistungen zu unterstellen?
    • Wenn leicht zugängliche Quellen Aussagen der Rückführungsklienten als falsch darstellen, später aber „versteckte“ Quellen gefunden werden, welche die Aussagen als richtig bestätigen, wie gelingt es der ASW, die richtigen von den falschen Quellen zu unterscheiden?

3.2. Kontakt mit den Seelen Verstorbener (Geisteranrufung)

These:

Rückgeführte verhalten sich wie spiritistische Medien und nehmen Kontakt zur Seele eines Verstorbenen auf und identifizieren sich mit ihm so, dass sie dessen Schicksal als das eigene empfinden. Der aktive, agierende Part liegt beim Regressanten, während der Verstorbene passiv bleibt und nur reagiert, indem er seine Erinnerungen preisgibt.

Diese These beantwortet nicht folgende Fragen:

  • Welcher von Milliarden unbekannter Verstorbener wird ausgewählt?
  • Wie bzw. warum vermeidet der Rückgeführte Kontakte zu überlappenden Lebenszeiten, wenn mehrfache frühere Leben erinnert werden?
  • Warum sollte der angerufene Jenseitige bei dem Verwechselungsspiel mitspielen und nicht - zumindest hin und wieder - darauf aufmerksam machen, dass er eine eigenständige Person ist?
  • Der Einfluss der Fremdseele muss dem Klienten bewusst sein, denn die Verbindung zum Jenseitigen entsteht auf seine eigene Initiative hin. Die behauptete Identifikation mit einer fremden Seele kann es daher nicht geben. Spiritistische Medien verwechseln die Jenseitigen, die sie anrufen, auch nicht mit ihrer eigenen Vergangenheit.
  • Wenn schon länger bestehende Verhaltensweisen (Vorlieben, Interessen) oder Begabungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der heutigen Person mit solchen der früheren übereinstimmen, kann das nicht von einem vorübergehenden Kontakt mit einem Verstorbenen herrühren.
  • Dies gilt auch für übereinstimmende Geburtsmale und körperliche Ähnlichkeiten von heutiger und früherer Person.                     zum Seitenanfang

3.3. Besessenheit/Umsessenheit

These:

Die Seele eines Verstorbenen (oder ein Außerirdischer) gibt Erinnerungen an sein verflossenes, irdisches Leben dem Hypnotisierten ein, und beeinflusst auf diese Weise dessen Verhalten. Der aktive, agierende Part liegt hier beim Verstorbenen. Die Beeinflussung ist dann während einer Rückführung und in Krankheitszeiten wirksam.

Diese These beantwortet nicht folgende Fragen:

  • Welcher von Milliarden Verstorbener ergreift die Initiative?
  • Was sollte die Seele eines Verstorbenen motivieren, sich immer in Rückführungen einzumischen? Davon wird allenfalls in den selten auftretenden Fällen von Besessenheit berichtet.
  • Wie kommt es, dass nicht eine Vielzahl von Geistern der Verstorbenen zur gleichen Zeit Einfluss nimmt?
  • Warum wird diese Beeinflussung dem Rückgeführten nicht bewusst? Er berichtet im Regelfall nicht von Konflikten mit einer anderen Seele, sondern empfinden sich als ein- und dieselbe Person im heutigen und im früheren Leben.
  • Warum beobachtet man keinen Wechsel der Persönlichkeit mit dem Kommen und Gehen der beeinflussenden Seele?
  • Die Empfänglichkeit für einen Einfluss aus dem Jenseits stellt eine mediale Fähigkeit dar. Warum zeigt sich diese nicht auch in anderen Bereichen oder bei anderen Gelegenheiten?
  • Beobachten alle Seelen von Verstorbenen sämtliche Rückführungen auf dieser Welt, um in später verifizierten Fällen einen Patienten mit Problemen (und evtl. Träumen und Flashbacks) zu finden, die zur Geschichte des Verstorbenen passen?
  • Wenn Verstorbene als die Agierenden keine Rückführungen beobachten, (weil sie gar kein Motiv dazu haben,) wie kann es dann sein, dass in verifizierten Rückführungen meist zum Problem des Patienten passende Lebensläufe geschildert werden?
  • Wenn schon länger bestehende Verhaltensweisen (Vorlieben, Interessen) oder Begabungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der heutigen Person mit solchen der früheren übereinstimmen, kann das nicht auf die Beeinflussung durch einen Jenseitigen während der Rückführung zurückgehen.
  • Dies gilt auch für übereinstimmende Geburtsmale und körperliche Ähnlichkeiten von heutiger und früherer Person.                     zum Seitenanfang

3.4. Abfrage von Wissensfeldern (Akasha-Chronik)

These:

Die Rückgeführten beziehen ihre Erinnerungen per ASW aus einem unsichtbaren, immateriellen „Wissensfeld“, welches das „Wissen der Welt“ gespeichert hält. Das Wissensfeld bleibt passiv; es hat kein eigenes Bewusstsein.

Diese These beantwortet nicht folgende Fragen:

  • Welcher gespeicherte Lebenslauf von Milliarden Verstorbener wird von Klienten unter Hypnose abgerufen?
  • Wie bzw. warum vermeidet der Rückgeführte Kontaktnahme mit mehreren zeitlich überlappenden Lebensläufen?
  • Warum wird das Geschehen nicht aus der Position eines unbeteiligten Außenstehenden wahrgenommen, sondern subjektiv als eigenes oft dramatisches Erleben?
  • Wie kommen Klienten darauf, von einer Zwischenlebenszeit zu berichten, wenn es Reinkarnation gar nicht gibt?
  • Wenn schon länger bestehende Verhaltensweisen (Vorlieben, Interessen) oder Begabungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der heutigen Person mit solchen der früheren übereinstimmen, kann das nicht auf die Abfrage von Wissensfeldern während der Rückführung zurückgehen.
  • Dies gilt auch für übereinstimmende Geburtsmale und körperliche Ähnlichkeiten von heutiger und früherer Person.                    zum Seitenanfang

3.5. Nachtodliches nichtlokales Persönlichkeitsfeld (NNP)

These:

Mit dem Tod entsteht ein nichtlokales Persönlichkeitsfeld, das alle Erfahrungen und Eigenschaften jeder verstorbenen Person nicht-materiell und von überall her erreichbar speichert. Das Feld verhält sich passiv, es nimmt nichts aus der materiellen Welt wahr und erzeugt keine eigenen Gedanken oder Initiativen, so dass man nicht von einem überlebenden Bewusstsein oder einer Seele sprechen kann. Dieses Feld kann sich an Objekte, Örtlichkeiten oder Situationen, so auch an einen Rückgeführten anheften, der damit das Wissen und die Eigenschaften der früheren Person empfängt und auslebt. Die These ähnelt der von Punkt 3.4. Daher wiederholen sich hier die Fragen.

Diese These beantwortet nicht folgende Fragen:

  • Welches NNP unter Milliarden Verstorbenen wird unter Hypnose abgerufen?
  • Wie bzw. warum vermeidet der Rückgeführte Kontaktnahme mit mehreren zeitlich überlappenden NNPs?
  • Warum wird das Geschehen nicht aus der Position eines unbeteiligten Außenstehenden wahrgenommen, sondern subjektiv als eigenes oft dramatisches Erleben?
  • Wie kommen Klienten darauf, von einer Zwischenlebenszeit zu berichten, wenn es Reinkarnation gar nicht gibt?
  • Wenn schon länger bestehende Verhaltensweisen (Vorlieben, Interessen) oder Begabungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der heutigen Person mit solchen der früheren übereinstimmen, kann das nicht auf die Abfrage eines personenbezogenen Wissensfeldes während der Rückführung zurückgehen.
  • Dies gilt auch für übereinstimmende Geburtsmale und körperliche Ähnlichkeiten von heutiger und früherer Person.                     zum Seitenanfang

3.6. Reinkarnationshypothese (enge Form ohne Karma)

These:

Die Behauptung der Rückgeführten, sie seien wiedergeboren, wird ernst genommen, da dies alle beobachteten Phänomene der Fälle erklären kann. Sie entsprechen der Psychologie des normalen, heutigen Lebens und Erinnerns.

Gegenargumente:

  • Der Reinkarnationsgedanke ist in dem heute gültigen, wissenschaftlichen Weltbild nicht vorgesehen und es ist unklar, ob und wie er eingebunden werden könnte. Ein Wirkmechanismus ist unbekannt (Modus-Operandi-Problem).
  • Die heutigen monotheistischen Kirchen (christliche, islamische und jüdische Kirche, abgesehen von einzelnen Vertretern) lehnen den Gedanken an Wiedergeburt mehrheitlich ab.
  • Natürlich gibt es auch zur Reinkarnationshypothese (in ihrer engen Fassung ohne den Karmagedanken) Fragen, die schwer oder nicht zu beantworten sind. Ein Beispiel ist die häufig als erste gestellte Frage nach der Vereinbarkeit mit dem Bevölkerungswachstum in historischer Perspektive. Eine eindeutige Antwort gibt es nicht. Aber es sind mehrere kompatible Antworten vorstellbar. Man weiß nur nicht, welche davon zutrifft (Pool von Seelen, Erzeugung von Seelen, Leben auf anderen Planeten).
  • Mir ist keine Frage bekannt, welche die Reinkarnationshypothese „ad absurdum“ führen, also als unsinnig dastehen lassen würde. Auf die oben gestellten Fragen gibt es im Rahmen der Reinkarnationsvorstellung jeweils sinnvolle Antworten.
  • Man muss anerkennen, dass es zu Rückführungen (noch?) keine unabhängige Forschung gibt. Der Gedanke wird durch Stevensons Kinderfälle besser gestützt.
  • Man muss auch zugestehen, dass nicht alle Fragen zum Selbstverständnis des Menschen, die uns bewegen, beantwortet werden können: Wohin gehen wir zwischen den Leben? Warum haben nur so wenige Menschen Erinnerungen an ihre früheren Leben und warum, wenn überhaupt, nur für einige Jahre in ihrer Kindheit? Reinkarnieren wir alle? U. a. m. Allerdings behauptet die engere Reinkarnationshypothese auch nicht, darauf Antworten geben zu können.

                                                                                                                                                                                                     zum Seitenanfang

4.  Fazit

Man sieht an dieser Aufstellung, dass alle Erklärungsalternativen im ursprünglichen Wortsinn „fragwürdig“ sind. Weil die Reinkarnationshypothese im Vergleich weniger Fragen offen lässt und alle Merkmale der nachgeprüften Fälle lückenlos abdeckt, gebe ich ihr den Vorzug gegenüber anderen Erklärungsversuchen – ohne dies für einen Beweis zu halten.                                                                                                                         zum Seitenanfang