Nah-Todeserlebnisse und AKEs

letzte Aktualisierung
Donnerstag, 22. Oktober 2015

Anzahl Seitenzugriffe
reinkarnation.de

 

wiedergeburt.org

 

Ursprung dieser Seiten:
 www.reinkarnation.de

Web Design

Welchen Beitrag können Nah-Todeserlebnisse (NTEs) und die damit oft verbundenen außerkörperlichen Erfahrungen (AKEs) zur Überlebens- und Reinkarnationsforschung leisten?

Meine Antwort in Kürze:

  • Die außerkörperlichen Erfahrungen (AKEs), die mit NTEs einhergehen können, lassen sich oft nachprüfen und führen zu dem unglaublichen Ergebnis, dass ein Bewusstloser Dinge beobachtet hat, die er eigentlich nicht gesehen oder gehört haben kann.
  • Die AKEs weisen darauf hin, dass sich das Bewusstsein vom Körper abspalten kann. So sollte es auch sein, wenn man davon ausgeht, dass das Bewusstsein oder die Seele den Tod überdauert.
  • Das Argument, es könne sich nicht um einen Blick ins Jenseits gehandelt haben, weil die Person wiederbelebt werden konnte, also nicht “richtig” tot war, wird durch Beispiele in Frage gestellt, in denen auch über längere Zeit kein EKG, kein EEG und kein evoziertes Potential mehr am Kopf registriert wurde und damit die anerkannten Merkmale zur Bestimmung des Todes aufgetreten sind (Beispiel: Der Fall Pam Raynolds; s. a. “Jenseitsberichte”).
  • Wie bei den Spontanerinnerungen kleiner Kinder ist zu NTEs eine große Zahl von Fällen dokumentiert und untersucht. Das Phänomen kann als gesichert gelten. Es tritt mit Variationen in allen Kulturen auf.
  • Das Gros der Fälle trägt nichts zur Frage der Wiedergeburt bei. Es gibt aber Ausnahmen. Ein Beispiel findet sich unter “Beispiele” auf diesen Seiten. Ein weiterer Hinweis findet sich hier.
p1

Nah-Todeserlebnisse (NTEs) und außerkörperliche Erfahrungen (AKEs)

Klinisch kurzzeitig tote, aber wiederbelebte Personen, beschreiben eigenartige paranormale Erlebnisse, in denen sie während der Bewusstlosigkeit ihre irdische “Todesszene” beobachten konnten und nun glauben, für kurze Zeit in eine jenseitige Welt geschaut zu haben. Dieses mit der Abkürzung “NTE” bezeichnete Phänomen wurde Mitte der 70-er Jahre einer breiteren Öffentlichkeit durch das Buch „Leben nach dem Tod“ von Raymond Moody (Moody 1977) bekannt. Diese erste Veröffentlichung einer Feldstudie stützte sich auf 150 Fälle. Seit 1977 gibt es die „International Association for Near-Death StudiesIANDS mit ihrem deutschen Ableger “Netzwerk Nahtod-Erfahrung” und, ähnlich wie für Reinkarnationserinnerungen von Kindern, eine Feldforschung zu Nah-Todeserlebnissen. Der Kardioonkologe Long gründete 1998 die “Near Death Experience Research Foundation” in USA mit Ableger in Deutschland (http://www.nderf.org/German/index.htm), die sich um die Dokumentation und Erforschung von NTEs bemüht.

In der allgemeinen Bevölkerung kommen NTEs in einer Häufigkeit von 4 bis 5 % vor. Unter Patienten mit einer lebensbedrohlichen Symptomatik schwanken die Angaben je nach Studie zwischen 14 und 80 %. In den 30 Jahren von 1975 bis 2005 sind in 42 Studien ca. 2500 Fälle untersucht worden. Bei einer solchen Zahl kann das Phänomen als gut gesichert (real vorkommend) angesehen werden. Da in allen Studien viele Gemeinsamkeiten gefunden wurden, kann man allgemeine Aussagen über NTEs treffen:

Die wichtigsten Elemente der Nah-Todeserlebnisse:

  • AKE: Betrachtung des bewusstlosen Körpers und des Geschehens in der Wiederbelebungsszene meist aus einer Position über dem Körper.

    Dies wird als außerkörperliche Erfahrung, abgekürzt als “AKE” oder „Out of the body experience“, kurz “OBE” bezeichnet.

    Lebende und tote Objekte, Gespräche und menschliche Gedanken der Anwesenden werden vom Perzipienten trotz dessen Bewusstlosigkeit – manchmal auch bei nicht mehr nachweisbarem EEG (Gehirnstromkurve) - wahrgenommen und von ihm darüber nach dem Exkursionserlebnis bzw. der Wiederbelebung berichtet. In vielen Fällen war eine Verifikation des Wahrgenommenen möglich.

    Der amerikanische Kardiologe Sabom hat einen Extremfall recherchiert, der hier unter “Beispielen” wiedergegeben wird, in dem die medizinische Überwachung perfekt war.

    Ein anderes, hier auch beschriebenes Beispiel zeigt, dass auch unbedeutende Dinge außerhalb der sensorischen Reichweite des Bewusstlosen wahrgenommen werden können.

    Es gibt sogar Fälle von AKE, in denen Gehörlose hören konnten und Blinde Dinge gesehen haben, die sie nicht hätten erraten können (Literatur dazu).
      
    AKEs (nicht NTEs !) treten auch bei Gesunden mit einer erstaunlichen Häufigkeit von ca. 10% der Gesamtbevölkerung auf, z.B. im Schlaf oder in Stresssituationen.
      
    Experimente zum künstlichen Hervorrufen dieser Erfahrung scheinen gelungen zu sein.
    Der Erfolg wurde an der Reaktion einer Mikrowaage bzw. der von Tieren abgelesen.
  • AKEs hinterlassen einen so starken Eindruck, dass das Erlebte nicht mehr vergessen wird.
  • Trotz des Gefühls, den Körper in einer AKE verlassen zu haben, haben die Betroffenen das Gefühl, dennoch einen Körper, aber einen anderen, als den physischen Körper zu besitzen.
  • Den Betroffenen ist bewusst, dass sie nun tot sind. Sie haben aber dennoch das Gefühl, mit Bewusstsein weiter zu leben.
  • Der eigene Körper kann alleine durch Gedankenkraft zu beliebigen Orten auf der Erde bewegt werden.
  • In diesem Zustand kann man sich auch durch Gegenstände (Wände, Decken etc.) hindurch bewegen.
  • Im AKE gelingt es dem Betroffenen nicht, die anwesenden Lebenden auf sich selbst aufmerksam zu machen. Seine Schreie werden von den Hinterbliebenen nicht wahrgenommen. Versucht der Bewusstlose, lebende Personen zu berühren, greift er durch deren Körper hindurch.

    Jenseitsbereich:
  • Der Betroffene erlebt einen rasend schnellen Flug (manche sprechen von Lichtgeschwindigkeit) aus einer anfänglichen Dunkelheit durch eine dunkle Tunnelröhre zu einem anfänglich kleinen, dann immer größer werdenden Licht.
  • Leiden, Schmerzen oder Angst sind vergangen.
  • Der Betroffene erlebt das Gefühl von Frieden, Gelassenheit und Glück. “Alles ist ok.” In 1 bis 2 % der Fälle macht er auch negative, Furcht einflößende Erfahrungen (nach Holden bis 20%).
  • Einige berichten von einer extrem schnell ablaufenden Lebensrückschau als “Kurzfilm”, der chronologisch ablaufen kann oder gleichzeitig viele Einzelheiten aus dem vergangenen Leben aufzeigt. Dabei beurteilt man seine guten und schlechten Taten selbst. Es gibt keinen strafenden Richter. In der Beurteilung wird deutlich, dass irdische Errungenschaften, wie Ruhm, Macht oder Geld nichts zählen. Es kommt auf die Absicht an, mit der man etwas unternommen oder unterlassen hat - ob sie eigennützig oder altruistisch war.

    Manchmal werden in der Lebensschau auch mehrere frühere Leben gesehen. Dazu findet sich ein Fall in der Seite für “Beispiele”.
    Gelegentlich sieht der Klient auch das noch vor ihm liegende Leben.
  • Im NTE kommt es vor, dass man eine wunderschöne Umgebung sieht (z. B. eine Landschaft mit Blumen in ungekannter Farbschönheit oder eine Stadt aus Licht) oder sich dort befindet und/oder Sphärenklängen hört. Mit unseren Gedanken erschaffen wir diese Welt.
  • Manche berichte von einem 360-Grad Rundumblick, der eine auf der Erde unmögliche Perspektive erlaubt.
  • Nach ihrer Wiederbelebung berichten die Perzipienten auch von der Begegnung mit unbekannten Personen, mit denen man sich telepathisch unterhalten kann, auch wenn diese eine andere Sprache sprechen. Sie berichten auch vom Wiedersehen und kurzer Kommunikation mit bereits verstorbenen Angehörigen oder Freunden - manchmal sogar ohne Kenntnis von deren kürzlich eingetretenem Tod.

    Begegnungen mit noch Lebenden werden kaum berichtet. Von Kindern würde man erwarten, dass sie ihre noch lebenden Eltern sehen. Dem ist aber nicht so.

    Manche sehen Wesenheiten, die darauf warten, wiedergeboren zu werden, oder sie begegnen diesen auf ihrem Weg ins Diesseits (auf die Erde), obwohl das den religiösen Vorstellungen des Patienten zuwider läuft.

    Andere wollen andere Lebensformen (als die irdischen) gesehen haben.
  • Es wird auch von der sich selbst einstellenden oder durch Fragen an ein Lichtwesen gewonnenen Einsicht in die geheimen Zusammenhänge der Welt berichtet. Allerdings werden die Inhalte dieser Einsichten mit der Wiederbelebung vergessen. Es bleibt die Erkenntnis, dass das Leben mit dem leiblichen Tod nicht beendet ist und dass das Wichtigste im Leben bedingungslose Liebe und das Lernen, das Gewinnen von Einsichten ist. Manche Berichte sprechen von einer vollkommenen Ordnung im Universum. Alles was geschieht, auch Kriege oder Hunger entsprechen einer Planung. Die Perzipienten bekamen eine Ahnung von der “Einheit aller Dinge”.
  • Im NTE kann man den Wunsch verspüren, nicht mehr in den materiellen Leib zurückkehren zu wollen. Aber man wird umgestimmt und kommt zurück.
  • Viele beschreiben eine Begegnung mit einem strahlend hellen, aber nicht blendenden Licht, oder einem unbeschreibliche, übermenschliche Liebe ausstrahlenden Licht(wesen), mit dem eine telepathische Unterhaltung geführt wird und in dessen Lichtaura man eindringen kann und dabei Liebe und Energie “tankt”. Die Interpretation darüber, wer sich in diesem Licht verbirgt, ist sehr unterschiedlich. Für einige ist es ein Gott jedweder Religion, für andere eine spirituell hoch entwickelte Wesenheit oder schlicht ein Unbekannter. Das Lichtwesen bezeichnet sich selbst nie als Jesus oder Gott. Es scheint aber eine Hierarchie von Lichtwesen zu geben.
  • Die Betroffenen berichten, eine symbolische Grenze erreicht zu haben, z.B. ein Gewässer, dessen Überschreitung ihren leiblichen Tod bedeuten würde.
  • Sie erhalten die Mitteilung, dass die Zeit noch nicht reif ist und die Rückkehr in den leiblichen Körper angetreten werden muss oder kann. Manchmal bleibt es freigestellt  zurückzukehren. Der Betroffene hat sich aber zur Rückkehr entschlossen.
  • Mit dem Zurückkommen in den Körper kehren Schmerzen wieder zurück und es bleiben Gefühle der Enttäuschung.
  • Die Angst vor dem Tod ist nach dem Erlebnis stark vermindert, weil die subjektive Gewissheit gewonnen wurde, dass der Tod nicht das absolute Ende  bedeutet. Die Spiritualität, der Glaube an Gott und an ein Leben nach dem Tod und die Wiedergeburt sind nachhaltig gestärkt. Einige zeigen danach paranormale Fähigkeiten. Die Persönlichkeitsveränderungen können so stark sein, dass Ehen daran zerbrechen.
  • Die Erfahrung wird als unbeschreiblich bezeichnet.
  • Die Erfahrungsträger beklagen das Unverständnis der Mitmenschen, die keine solche Erfahrung gemacht haben.

Natürlich treten die genannten Elemente nicht gleichzeitig in einem einzigen Fall auf, sondern pro Fall in unterschiedlicher Zusammenstellung.

Quellen (mit Links zu Literaturseiten):
Lommel, Pim van (2009) Endloses Bewusstsein/ Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung, Patmos, Düsseldorf, ISBN: 978-3-491-36022-8
Moody, Raymond, A (1977) Leben nach dem Tod/ Die Erforschung einer unerklärten Erfahrung, Rowohlt, Hamburg, ISBN: 3-498-04252-1
Ring, Keneth (1985) Den Tod erfahren - das Leben gewinnen / Erkenntnisse und Erfahrungen von Menschen, die an der Schwelle zum Tod standen
         und überlebt haben, Scherz, München, ISBN: 3-502-13619-X
Sabom, Michael, B. (1986) Erinnerung an den Tod/ Eine medizinische Untersuchung, Goldmann, München, ISBN: 3-442-11741-0
Osis, Karlis; Haraldsson, Erlendur (1987) Der Tod - ein neuer Anfang / Visionen und Erfahrungen an der Schwelle des Seins, Hermann Bauer,
         Esotera-Taschenbuch, Freiburg, ISBN: 3-7626-0633-1
Greyson, Bruce (1984) The Near-Death Experience Scale / Construction, Reliability, and Validity, The Journnal of Nervous and Mental Disease, Vol. 171,
         No. 6, S. 369-375
Holden, J. M., ed; Greyson, Bruce; James, Debbie (2009) The Handbook of Near-Death Experiences/ Thirty Years of Investigation, Praeger  Publ., ABC-Clio; Santa Barbara, Calif., Denver, Col., Oxford, England, ISBN: 978-0-313-35864-7

                                                                                                        zurück zum Seitenanfang (Top)                   zurück zu Jenseitsberichte

pdf-logo1
pdf_Text